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Elite-Unis in Deutschland: Fünf Aufsteiger und drei Absteiger

In der Elite-Liga der deutschen Unis geht es fast so hart zur Sache wie in der Fußball-Bundesliga. Am vergangenen Freitag wurden im Rahmen der zweiten so genannten Exzellenzinitiative die Unis ausgewählt, die sich (auch) zukünftig mit dem Titel Elite-Universität schmücken dürfen.

Neben den beiden Münchener Universitäten LMU und TU, der FU Berlin, der RWTH in Aachen und den Unis in Heidelberg und Konstanz, die schon seit der ersten Runde in der Uni-Bundesliga spielen, gehören nun auch die Aufsteiger TU Dresden, HU Berlin und die Unis in Bremen, Köln und Tübingen offiziell zu den besten deutschen Hochschulen – zumindest was die Forschung betrifft.

Und wie im Fußball gibt es auch in der Uni-Liga ein paar Absteiger. Die Unis in Freiburg und Göttingen und ausgerechnet die besonders ambitionierte Uni Karlsruhe, die sich schon mal den nach Elite klingenden Namen Karlsruhe Institut of Technology (KIT) zugelegt hatte, haben ihren in der ersten Runde gewonnenen Elite-Titel wieder verloren. Aber warum soll es den Karlsruher Professoren besser gehen als den Fußballern des Karlsruher SC, die letzte Saison sogar in die dritte Liga abgestiegen sind.

Die insgesamt jetzt elf deutschen Elite-Universitäten können mit viel Geld für ihre Forschung rechnen. Bei der zweiten Runde der Exzellenzinitiative ging es um immerhin 2,7 Milliarden Euro Forschungsgelder, die diese Unis bis 2017 zusätzlich bekommen. In der ersten Runde waren zwischen 2006 und 2009 schon rund 1,9 Milliarden Euro an die Sieger ausgeschüttet worden.

Bei der Exzellenzinitiative werden Projekte der Unis in drei Bereichen gefördert. Erstens Promotionsprogramme (so genannte Graduiertenschulen) und zweitens fächerübergreifende Forschungsverbünde verschiedener Wissenschaftsdisziplinen (so genannte Exzellenzcluster). Insgesamt wurden hier 45 Graduiertenschulen und 43 Exzellenzcluster an 39 Universitäten in 13 Bundesländern ausgewählt.

Besonders wichtig ist aber der dritte Bereich der Zukunftskonzepte der Universitäten. Denn nur Unis, die in den ersten beiden Bereichen mindestens jeweils ein Projekt gefördert bekommen, haben die Chance, dass ihr Zukunftskonzept als
förderwürdig erachtet wird und nur die Sieger im Bereich Zukunftskonzepte dürfen den begehrten Titel Elite-Uni führen.

Mit Verbesserungen für die breite Masse der Studenten, die an vielen deutschen Hochschulen über Platzmangel in überfüllten Hörsälen und Laboren, schlechte Betreuung durch zu wenige Dozenten oder fehlenden Wohnraum in Studentenwohnheimen klagen, hat die Exzellenzinitiative übrigens nichts zu tun. Die Gelder fließen ausschließlich in den Ausbau der Spitzenforschung.



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