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Aktuelle Zahlen zum TestDaF

Vor Kurzem hat die Gesellschaft für Akademische Studienvorbereitung und Testentwicklung e. V. (g.a.s.t.) ihre jährliche Übersicht zur Entwicklung des TestDaF veröffentlicht. Die aktuellen Zahlen beziehen sich auf den Zeitraum bis Ende 2014.

Teilnehmerzahlen

Die Teilnehmerzahlen belegen die beeindruckende Erfolgsgeschichte des TestDaF, denn in den 14 Jahren seit Einführung des TestDaF ist die Zahl der Teilnehmer jedes Jahr gestiegen. Insgesamt haben bisher 219.415 Kandidaten an einer TestDaF-Prüfung teilgenommen. Während im Jahr 2001 erst 1.190 Teilnehmer gezählt wurden, waren es im vergangenen Jahr bereits 31.898.

Da die allermeisten TestDaF-Teilnehmer den TestDaF nicht zum Vergnügen absolvieren dürften, sondern ihr TestDaF-Zeugnis zur Bewerbung an einer deutschen Hochschule nutzen, ist der TestDaF damit die bei weitem wichtigste Deutschprüfung für den Hochschulzugang ausländischer Studienbewerber.

Herkunftsländer

Besonders viele TestDaF-Teilnehmer kommen aus der Volksrepublik China, im Jahr 2014 waren es 12.008, was 37,6 Prozent aller Teilnehmer entspricht. Mit deutlichen Abstand folgen auf dem zweiten Platz die Teilnehmer aus Russland mit 2.121 (6,6%). Das gleiche Bild ergibt sich, wenn man die Teilnehmerzahlen im Gesamtzeitraum von 2001 bis 2014 betrachtet, auch wenn der Anteil der chinesischen Teilnehmer dann etwas geringer ausfällt: Auf Platz 1 liegt China mit 65.631 (29,9%) und auf Platz 2 Russland 18.967 (8,6%).

Unter den Top 10 der Herkunftsländer mit den bisher höchsten TestDaF-Teilnehmerzahlen finden sich mit Bulgarien (3.), Ukraine (4.), Polen (7.) und Rumänien (8.) auffallend viele osteuropäische Länder.

Prüfungsergebnisse

Die TestDaF-Teilnehmer aus diesen Ländern schneiden im Durchschnitt auch deutlich besser ab als Teilnehmer aus anderen Regionen der Welt, was sehr wahrscheinlich auf die langen Tradition der Vermittlung der deutschen Sprache in diesen Ländern zurückzuführen ist, wo der Erwerb der deutsche Sprache auch meist schon in den weiterführenden Schulen beginnt.

Insgesamt sind die Prüfungsergebnisse aber teilweise ernüchternd, denn nur 27,8 Prozent aller Teilnehmer erreichen ein TestDaF-Ergebnis von mindestens TestDaF-Niveaustufe 4 in allen vier Teilprüfungen, das an den allermeisten deutschen Hochschulen für die uneingeschränkte Zulassung ausreichend ist. Da viele Hochschulen inzwischen auch etwas niedrigere TestDaF-Ergebnisse akzeptieren, dürften nach Schätzungen der g.a.s.t aber immerhin ca. 50 Prozent die sprachlichen Voraussetzungen für eine Zulassung erfüllen.

Das heißt umgekehrt aber auch, dass jeder zweite TestDaF-Teilnehmer sein Ziel (erst mal) verfehlt. Als einen wichtigen Grund dafür vermutet die g.a.s.t, dass viele TestDaF-Kandidaten entgegen den Empfehlungen des TestDaF-Instituts den TestDaF zu früh ablegen. Eine Vermutung, die alle, die mit der TestDaF-Vorbereitung zu tun haben, sehr wahrscheinlich bestätigen werden.

Download

Wer sich für den aktuellen Bericht der g.a.s.t interessiert kann ihn auf testdaf.de herunterladen. Er enthält auch aktuelle Daten zu TestAS, onDaF und zur Deutsch Uni Online (DUO):

g.a.s.t – Daten-kompakt 2015



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