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Wenn ihr überlegt euch für einen Sommerkurs für Deutsch als Fremdsprache an einer deutschen Hochschule anzumelden, kann es nicht schaden langsam mit den Vorbereitungen zu beginnen. Dazu gehört natürlich vor allem erst mal den richtigen Kurs zu finden.

Dabei hilft euch die Datenbank des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) “Sommerkurse in Deutschland”. Insgesamt sind dort dieses Jahr genau 375 Kurse aufgelistet, allerdings sind darunter nicht nur reine Sprachkurse, sondern auch Fachkurse.

Deshalb solltet ihr in der Datenbank-Suche zuerst bei Kursart “Sprachkurs” und bei Kurssprache “Deutsch” auswählen. Wenn ihr eure Suche nicht weiter einschränken wollt, z. B. auf eine bestimmte Stadt, einen bestimmten Termin oder ein bestimmtes Thema, bleibt euch dann immer noch die Qual der Wahl unter 167 Programmen.

Die meisten Sommerkurse dauern 2 bis 4 Wochen. Viel Zeit ist das nicht gerade, wenn ihr eure Deutschkenntnisse deutlich verbessern wollt. Deshalb steht bei den meisten Sommerkursen auch das Besichtigungs- und Freizeitprogramm im Vordergrund, denn die Sommerkurse möchten denjenigen, die noch nie in Deutschland waren, einen interessanten ersten Einblick in das Leben und Studieren in Deutschland vermitteln.

Zur Datenbank-Suche des DAAD geht es hier:

DAAD – Sprach- und Fachkurse

Tipp: Wenn ihr in den Semsterferien 4 Wochen oder länger intensiv Deutsch lernen wollt, könnt ihr auch überlegen in einer normalen Sprachschule einen Deutschkurs zu buchen. Dort steht nicht das Freizeitprogeramm, sondern das Deutschlernen im Vordergrund. Viele Sprachschulen vermitteln euch auch für kürzere Zeit eine Unterkunft in einer Familie, einem Studentenwohnheim oder einem (Jugend)Hotel.

Sprachschulen in Deutschland, die Deutschkurse für Studienbewerber, Studenten und Akademiker anbieten, findet ihr z. B. in der Datenbank des Fachverbands Deutsch als Fremdsprache (FaDaF). Wo ihr diese findet, habe ich in diesem Artikel erklärt:

Wo kann ich einen guten Deutschkurs finden?

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Für fortgeschrittene Deutschlerner auf der Suche nach Lektüretipps empfehle ich wieder die beiden Titel aus der Literaturliste für die Prüfungen des Goethe-Zertifikats C2: GDS im Jahr 2017.

Mindestens eines dieser Bücher, die von der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München für 2017 ausgewählt wurden, ist Pflichtlektüre, wenn man im Jahr 2017 bei der GDS-Prüfung im Modul Schreiben bei Teil 2 ein literaturgebundenes Thema wählen will.

Aber die Bücher sind eben auch für alle fortgeschrittenen Deutschlerner lesbar, auch wenn ihr keine Goethe-Prüfung machen wollt. …

1. Günter Grass: “Im Krebsgang”. Eine Novelle. dtv Taschenbuch

2. Andreas Maier: “Klausen”. Roman. Suhrkamp Verlag

 

Mehr Informationen über die Goethe-Prüfung C2:GDS: Deutschprüfungen – Goethe-Zertifikat C2: GDS – Übungs- und Infomaterial – Goethe-Institut

Die Literaturlisten aus den vergangenen Jahren findet ihr hier:

Goethe-Zertifikat C2:GDS Literaturliste

Deutschprüfungen – Goethe-Zertifikat C2: GDS – Übungs- und Infomaterial – Goethe-Institut

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Vor wenigen Tagen hat die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) wieder die von einer Fachjury ausgewählten Wörter des Jahres bekannt gegeben.

Ich hätte zwar die Reihenfolge der Wörter etwas verändert, aber insgesamt passt die Top 10 im Gegensatz zu manchen Vorjahren dieses Mal wieder ganz gut zum Anspruch der Aktion Wörter auszuwählen, “die den öffentlichen Diskurs des Jahres wesentlich geprägt und das politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben sprachlich in besonderer Weise begleitet haben”.

Ganz nach oben auf das Siegerpodest hat es diesmal das Wort “postfaktisch” geschafft. Wie häufig bei den Wörtern des Jahres handelt es sich dabei um ein Kunstwort, das so vorher in der deutschen Sprache gar nicht existiert hat.

Es setzt sich zusammen aus dem Präfix post-, was aus dem Lateinischen stammt und “nach” bedeutet, und dem Adjektiv faktisch, das ebenfalls lateinischen Ursprungs ist. Faktisch leitet sich von dem Substantiv Fakt (=Tatsache) ab.

Postfaktisch ist übrigens die deutsche Entsprechung des englischen Begriffs “post truth”, der schon im November 2016 von der Redaktion des Oxford English Dictionary zum internationalen Wort des Jahres erkoren wurde.

Postfaktisch bezieht sich darauf, dass sich immer mehr Menschen – verstärkt durch den Einfluss der sozialen Medien – in politischen und gesellschaftlichen Auseinandersetzungen nicht mehr von Tatsachen sondern nur noch von ihren Gefühlen leiten lassen, weshalb wir nun (angeblich?) 😉 in einem “postfaktischen Zeitalter” leben.

Mit postfaktisch hat es übrigens erst zum zweiten Mal in der Geschichte der Aktion Wörter des Jahres, die immerhin schon 1971 von der GfdS ins Leben gerufen wurde, ein Adjektiv auf den ersten Platz geschafft. In allen anderen Jahren wurden Substantive gewählt.

Natürlich will ich euch auch die weiteren Wörter des Jahres 2016 nicht vorenthalten. Die Top 10 lauten folgendermaßen:

Die Wörter des Jahres 2016

1. postfaktisch
2. Brexit (aus Britain + Exit = EU-Austritt Großbritanniens)
3. Silvesternacht (bezieht sich auf sexuelle Übergriffe gegen Frauen durch Gruppen junger Männer meist aus dem arabischen Raum in der Silvesternacht 2015 in Köln.)
4. Schmähkritik (bezieht sich auf ein beleidigendes Gedicht des deutschen Satirikers Jan Böhmermann über den türkischen Präsidenten Erdoğan.)
5. Trump-Effekt (bezieht sich auf die möglichen Auswirkungen des überraschenden Wahlerfolgs Donald Trumps auf die Wahlen in anderen (europäischen) Ländern.)
6. Social Bots (bezieht sich auf spezielle Computerprogramme (von engl. bot = Roboter), die besonders in sozialen Medien zur automatisierten Verbreitung von Werbung oder politischer Propaganda eingesetzt werden.)
7. schlechtes Blut (bezieht sich auf die Diffamierung türkischstämmiger Abgeordneter des deutschen Bundestages durch den türkischen Präsidenten.)
8. Gruselclown (bezieht sich auf verkleidete Personen, die andere Personen erschrecken, und dabei die Spaßgrenze überschreiten.)
9. Burkiniverbot (bezieht sich auf die Diskussion über das Verbot religiöser Kleidungsstücke; von Burkini (aus Burka und Bikini), einem Schwimmanzug für strenggläubige Muslimas.)
10. Oh, wie schön ist Panama (Eigentlich der Titel eines beliebten Kinderbuchs, bezieht sich hier aber auf die so genannten “Panama-Papiere”, die Geldwäsche- und Steuerbetrugsmodelle enthüllten, in die auch einige führende internationale Politiker verwickelt waren.)

Ausführlicher beschrieben findet ihr das alles in der Pressemitteilung der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) zum Wort des Jahres 2016

Die Wörter der vergangenen Jahre habe ich hier verlinkt:

Schlagwort: “Wort des Jahres”

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